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Weihnachtsbesuch in Kosmet


Bericht: SFS Belgrad /Fotogalerie/ /Transport/
Die Vertreter der humanitären Organisation Serben für Serben besuchten Mitte Januar das Gebiet Kosovo und Metochien. Während dieser Reise wurden 15 hilfsbedürftige Familien besucht. Im Rahmen der traditionellen Weihnachtsaktion, ist geplant, die Familien mit nötigsten Hilfsmitteln auszustatten, wie z.B.: Traktoren, Fräsen, Baumaterial für Häuser und Bäder, Laminatböden, Fenster und Türen, 7 Holzherde, 5 Elektroherde, 5 Sofas, 4 Kühlschränke,4 Hochbetten mit Matratzen, 3 Ziegen, 2 Waschmaschinen, 2 Gefriergeräte, Lebensmittel und Windeln für Babys, Brennholz, Kleiderschränke, Esstische und Stühle. Wir danken unseren Freunden von der humanitären Organisation „Majka devet Jugovica“, mit deren Hilfe es uns gelungen ist, eine weitere Aktion in Kosovo und Metochien erfolgreich durchzuführen.

Unsere Reise beginnt mit einem Besuch des Klosters Visoki Decani. Dem Mönchtum des Klosters übergeben wir einen Laptop, der von einem Spender aus Schweden zur Verfügung gestellt wurde. Diesen wird das Kloster an Stefan Blagojevic, einem Student der Theologie, aushändigen. Stefan ist ein Flüchtling aus Prizren, studiert in Belgrad und lebt in Aleksinac. Da der Vater schwer krank ist, sorgt dich die Mutter um die komplette Familie.

Mit Gottes Segen, besuchen wir die erste Familie Lukic aus Velika Hoca - die 11 Mitglieder sind: Die Eltern Miroslav und Jasminka, ihr Sohn Dalibor ist mit Milica verheiratet und hat mit ihr zwei Kinder, Tomislav (6) und Veljko (1). Der zweite Sohn Mladen ist mit Jelena verheiratet und hat zwei Kinder, Radmila (5) und Teodora (2). Der dritte Sohn heißt Ratko und ist 25 Jahre alt. Die Familie lebt in einer kleinen Gemeinschaft mit Einkommen aus der Sozialhilfe und dem Kindergeld. Nichtsdestotrotz ackern und arbeiten sie fleißig 1,2 ha Land - deshalb planen wir dieser Familie einen Traktor zu besorgen.

Auf dem Weg nach Stari Gacko besuchten wir das Kloster Zociste.


Stefan und Sofija Markovic

Nach einem kurzen Zwischenstop führt uns der Weg nach Stari Gacko und der Familie Markovic. Im baufälligen und von Munition getroffenen Haus leben der Vater Milan und die Mutter Ljiljana mit ihren Kindern, Sofija (4) und Stefan (2). Mit ihnen gemeinsam leben noch drei weiter, ältere Familienmitglieder. Da sie im Haushof ein neues Haus haben, das noch renoviert werden muss, planen wir der Familie das Badezimmer auszurüsten, den Laminatboden, eine Haustür und einen Holzofen zu besorgen.

Im Dorf Rabovce treffen wir Familie Mihajlovic. Der Vater Bosko und die Mutter Jelena haben zwei Töchter Andjela (10) und Maja (8). Mit einem bescheidenen Kindergeld, zwei Ziegen und einem Schwein versucht die Familie für den Lebensunterhalt zu sorgen. Daher haben wir beschlossen, sie mit drei zusätzlichen Ziegen und einem Holzofen auszustatten.

Im Dorf Dobrotin haben wir die Familie Trajkovic besucht. Andrija und Djurdjevka haben drei Söhne: Nenad, Nebojsa und den ältesten Vladica, der mit Jelena verheiratet ist. Sie haben zwei Söhne: Nikola (7) und Bosko (3). Diese mehrköpfige Familie lebt von Sozialhilfe und Kindergeld - alle Familienmitglieder sind arbeitslos. Die Trajkovic’s besitzen 1 ha Land um das sie sich kümmern sowie ein paar Schweine und Ziegen. Um der Familie die tägliche Arbeit zu erleichtern, entschieden wir uns dafür, dieser Familie einen Rasenmäher, einen Kühlschrank, ein Sofa und einen Holzofen zu kaufen.


Baby Kristian

In Gornja Gusterica besuchen wir Familie Miladinovic. Die Eltern Goran und Sladjana, Sohn Marko (23) der mit Ana verheiratet ist und der kleine Krisijan (1). Die Miladinovic’s leben in einem sehr alten, baufälligen Haus voller Feuchtigkeit in den Wänden. Das einzige Einkommen der Familie ist Gorans Rente. Vor langer Zeit bauten sie ein neues Haus, das jedoch aufgrund der sehr schlechten finanziellen Situation nicht fertigstellen werden konnte. Obwohl sie den Wunsch äußerten, dass wir ihnen ein Sofa, einen Kühlschrank und einen Holzofen für das alte Haus besorgen, entschieden wir uns gemeinsam mit der Familie dafür, diese mit dringend benötigtem Baumaterial sowie Fenster und Türen auszustatten. Das Ziel dieser Maßnahme ist es einen neuen Lebensabschnitt für Marko, Ana und den kleinen Kristijan gestalten.


Baby Bozidar

Der letzte Ort, den wir am ersten Tag der Reise besuchten, war Priluzje. Dort statten wir den Familien Ilic und Banovic einen Besuch ab. Jovica Ilic und Marija haben ein Baby Namens Bozidar – knapp zwei Wochen alt. Sie leben unter sehr schwierigen Bedingungen gemeinsam mit den Eltern von Jovica. Diese Familie braucht Kleidung, Nahrung und Windeln für das Baby sowie Brennholz und einen Elektroherd.

Im Hause der Familie Banovic leben der arbeitsloste Sohn Strahinja (30) und der an Schizophrenie leidende Sohn Batric (27) gemeinsam mit Ihrer Mutter Nadica. Diese Familie benötigt momentan am dringendsten Brennholz und Grundnahrungsmitel.

Am zweiten Tag nutzten wir die Gelegenheit um in Gracanica das Denkmal von König Milutin und das Kloster Gracanica zu besuchen.

Unser Weg führte uns weiter in die Gemeinde Vitina. Im ersten Dorf Klokot besuchten wir die Familie Spasic: den Vater Jadran mit seiner Frau Vasilija und die Kinder Sergej (2) und Anastasia (7 Monate). Sie leben unter sehr schwierigen Bedingungen in einem Zimmer. Deshalb entschieden wir uns, ihnen ein Hochbett mit Matratzen, einen Herd und einen Kleiderschrank zu besorgen.

Das Junge Paar Dimic - Boban und seine Frau Nastrija - leben im Dorf Mogili. Sie haben kein Einkommen und sind in der Landwirtschaft tätig. Sie benötigen: einen Holzofen, ein Zimmer sowie das Badezimmer, das sie derzeit nicht haben.

In der Gemeinde Vitina, im Dorf Grncar, lebt die Familie Krcmarevic. Drei Brüder: Bojan (34), Srdjan (37) und Sasa (30). Bojan ist mit Slavica (27) verheiratet, gemeinsam haben sie einen kleinen Sohn Namens Nikola (2). In einem Gespräch mit Bojan, der gerne einen eigenen Haushalt mit Frau und Kind führen möchte, entschieden wir uns dafür, einen Kühlschrank, einen Herd und zwei Sofas zu kaufen.

Auf dem Weg zur nächste Familie durchlaufen wir die Gemeinde Gnjilan, wo wir die Kirche im Dorf Partes besuchen.

In einem abgelegenen Dorf Ljestar besuchen wir Tomislav Canic und seinen Sohn Marko, der auch der jüngste Bewohner dieses Dorfes mit seinen 20 Jahren ist. Eine Waschmaschine und einen Herd – dass sind die Dinge, die wir versuchen werden für diese Familie zu besorgen.

Nach dem Besuch der Kirche in Kosovska Kamenica und dem Gespräch mit dem Priester, haben wir von der Familie Miljkovic erfahren. Unverzüglich machten wir uns auf den Weg zu ihnen - Grund dafür: die Familie hat zehn Kinder. Die Familie lebt im Ort Grizime. Vater Zoran und Mutter Mirjana, mit ihren Kindern Jelena (23), Marko (22), Milos (21), Milana (15), Milena (13), Aleksandra (11), Dejana (9), Jovica (8), Danijela (7) und die jüngste Sara (7 Monate). Fleißig züchten sie Kühe, Ziegen und Schweine. Diese große Familie benötigt zwei Hochbetten mit Matratzen.

In der dunklen und benebelten Nacht gelingt es uns bis zum Dörfchen Sumaci zu gelangen und Familie Stankovic zu besuchen. Vier Brüder: Slavisa, Sinisa, Srdjan und Sreten. Von den vier Brüdern lebt derzeit nur Sreten mit seiner Frau Nena und seinen drei Kindern Milos (14), Marin (12) und Mihajlo (3) auf dem Anwesen. Die drei anderen Brüder leben momentan in Zentralserbien. Um den drei Brüdern eine Hilfestellung zu geben, dass sie wieder zurück in ihre Heimat kommen, haben wird der Familie einen Elektroherd und ein Hochbett mit Matratzen besorgt.

Nicht weit entfernt, im Dorf Slatina, besuchten wir Familie Andrejevic: Vlastimir der mit seiner Frau Mirjana zwei Kinder Viktor (4) und Marija (2) hat. Das, was ihnen am meisten helfen und den müsamen Alltag erleichtern würde, wäre der Kauf eines Elektroherdes und einer Waschmaschine.

Der letzte Ort, den wir während unserer Aktion besuchten, war das Dorf Prekovce, wo wir nach einem Besuch der „Narodna kuhinja“ die Familie Savic besuchten. Srecko und Ivana haben zwei Kinder Novak (3) und Nikolina (2) und leben in einem Haus, das in einem sehr schlechten Zustand ist. Diese Familie benötigt einen Elektroherd, ein Sofa, einen Kühlschrank und einen Esstisch mit Stühlen.

Die Familie Maksic aus Gorazdevac: Eltern Ivan und Sanja mit den Kindern Aleksandar (17) und Andrea (11). Wir schafften es leider nicht diese Familie zu besuchen, werden ihnen jedoch mit dem Kauf eines Gefrierschrankes helfen.

Geplant ist, dass wir innerhalb der Weihnachstaktion mit den Bauarbeiten an der Renovierung des Hauses der Familie Djordjevic aus dem Dorf Sevce in der Gemeinde Strpci, zu beginnen.

Immer wenn wir unsere südliche Provinz Kosovo und Metohija besuchen, werden wir mit schweren und herzzerreißenden Geschichten der serbischen Bevölkerung konfrontiert. Diese zunehmenden existentiellen Probleme sind unwürdig für einen Menschen im 21. Jahrhundert. Es fällt uns schwer die traurigen Geschichten zu sehen und zu hören - noch viel schwerer geht es unseren Menschen, die in einer feindlichen Umgebung, ohne ein klares Ziel zu haben, leben.

Trotz dieser Probleme lädt die humanitäre Organisation Serben für Serben alle Menschen guten Willens ein, sich im Einklang mit ihren Möglichkeiten an der großen Weihnachtsaktion im Rahmen der vorgesehenen „Spenden für 50 serbische Familien“ im ganzen Land zu beteiligen.

Wir geben nicht auf!
SERBEN FÜR SERBEN

 

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